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Was passiert während einer Abschlussprüfung eines Friedhofsgärtners? Wie entsteht eine professionelle Grabgestaltung und welchen Fragen muss sich ein Azubi bei seiner Prüfung stellen?

All diese Fragen wurden am 03. Juli 2017 im Rahmen der öffentlichen Abschlussprüfung der Rheinischen Friedhofsgärtner Interessierten auf dem Hauptfriedhof in Krefeld beantwortet. Im Mittelpunkt der öffentlichen Abschlussprüfung stand die Neuanlage je eines Einzelgrabes nach den Richtlinien des Bundesverbandes deutscher Friedhofsgärtner (BdF) durch jeden der insgesamt 7 Prüfungskandidaten. Sie konnten ihr in der Ausbildung erlerntes Wissen unter Beweis stellen. Die Prüfungskandidaten, die übrigens alle ihre Prüfung bestanden, stammten aus der Bezirksfachklasse der Berufskollegs Düsseldorf, Köln und Essen.

Die Prüfung erstreckte sich über den gesamten Tag, sowohl für die Erstellung der Grabstätten auf dem Friedhof, als auch für die mündlichen Prüfungen.

Im Rahmen der Abschlussprüfung wurden auch Werkstücke für die Trauerdekoration in Form eines Trauergesteckes durch die Auszubildenden erstellt. Kreativität im Umgang und der Verwendung der Pflanze war hier gefordert.

"Es ist toll wie engagiert die Prüflinge hier arbeiten, ich bin begeistert von den Ergebnissen der jungen Leute", so Erhard Fischer, Prüfer der Landwirtschaftskammer NRW.

Gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer NRW, den friedhofsgärtnerischen Ausbildungsbetrieben, verschiedenen Steinmetzbetrieben aus Krefeld, der Friedhofsverwaltung Krefeld sowie dem Landesverband Gartenbau Nordrhein-Westfalen e.V. wurde diese Veranstaltung in diesem Jahr realisiert.

Zum Beruf des Friedhofsgärtners:

Im Gebiet der Landwirtschaftskammer NRW gibt es über 165 aktive friedhofsgärtnerische Ausbildungs­stätten. Über 233 junge Menschen befinden sich derzeit in der Ausbildung zum Friedhofsgärtner, hiervon auch ein hoher Anteil weiblicher Auszubildender. Der Dienstleistungsgartenbau, zu dem auch die Friedhofsgärtnereien zählen, hat als Wachstumsbranche weiterhin einen hohen Bedarf an qualifiziert ausgebildeten Fachkräften. Nach einer abgeschlossenen dreijährigen Ausbildung und anschließender Praxisjahre besteht die Möglichkeit, sich durch den Besuch von Meister- und Technikerschulen weiter zu qualifizieren und neben leitenden Tätigkeiten in Betrieben auch selbst ein Unternehmen zu gründen oder zu übernehmen.

Der Beruf des Friedhofsgärtners fällt insbesondere durch seine große Vielfalt auf. Hierzu zählen individuelle und kreative Grabgestaltung, Grabpflege, Gehölzschnitt, jahreszeitliche Beet- und Schalenbepflanzungen sowie der Einsatz und die Wartung eingesetzter Maschinen. Neben diesen reinen Dienstleistungen erwerben angehende Friedhofsgärtner auch umfangreiche Kenntnisse der Pflanzenanzucht, wie umweltgerechte Vermehrung von Frühjahrs- und Sommerblumen. Schnittblumen und Topfpflanzen, Gehölze und Stauden sowie den Umgang mit technischen Produktionsein­richtungen. Zum Beruf des Friedhofsgärtners zählt auch der Kontakt mit dem Verbraucher, sowohl im Bereich der Grabanlage und –pflege als auch im Pflanzenverkauf der betrieblichen Blumenfachgeschäfte. Hierzu zählen neben Verkaufsgesprächen auch das Binden und Ges­talten von Kränzen, anfertigen von Gestecken zu Gedenktagen und die allgemeine Kundenberatung zu den Dienstleistungsangeboten.

Der Beruf des Friedhofsgärtners ist nicht nur ein Beruf voller Leben und mit der Natur, sondern auch ein Beruf, der jungen Menschen eine gute Zukunft und Perspektive im Arbeitsleben bietet.

Weitere Informationen zum Beruf des Gärtners mit all seinen Fachrichtungen finden Interessierte unter www.beruf-gaertner.de oder www.friedhofsgaertner.de 

Gruppenfoto kamera

pfeil nach rechts Die sieben sichtlich erleichterten Prüflinge zusammen mit ihren Prüfern (Foto: LVG NRW)