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„Praktikumstage sind seit meiner Mitgliedschaft im Deutschen Bundestag 2009 eine wichtige praktische Erfahrung. Wie ist die Situation vor Ort? Wo drückt der Schuh? Stimmen die Rahmenbedingungen?“, kommentiert der Bundestagsabgeordnete Michael Groß seinen Einsatz in der Hertener Friedhofsgärtnerei Wolter, einem Familienunternehmen in der dritten Generation. 

Am frühen Morgen nahm Johannes Wolter den Bundestagsabgeordneten direkt mit auf den Städtischen Friedhof in Herten an der Langenbochumer Straße, wo Tochter Katharina Wolter, bereits Meisterin ihres Fachs, schon mit der Neugestaltung einer Doppelgruft auf Michael Groß wartete. Gemeinsam pflanzten sie Waldsteinia, einen robusten Bodendecker für halbschattige Bereiche. Dabei war natürlich Gelegenheit, sich über die Arbeit im Bereich Gartenbau, Friedhofsgärterei und weitere Spezialisierungen zu unterhalten. Das Aufgabenspektrum der Friedhofsgärtnerei ist breit gefächert: Kunden beraten und betreuen, Unterhaltung des Friedhofs und Beisetzungen, gärtnerische Anlage und Pflege der Grabstätte, jahreszeitliche Wechselbepflanzung, Arbeit mit technischem Gerät, Pflanzen ziehen und standortgerecht verwenden.

Anschließend standen noch die Pflege von Grabstätten und die Dokumentation der Tätigkeiten für die spätere Abrechnung auf dem Programm. Im Abschlussgespräch, an dem auch Lisa Strotmeier vom Landesverband Gartenbau Westfalen-Lippe und Andreas
Mäsing von der Genossenschaft der Friedhofsgärtner Gelsenkirchen (zuständig für die Region) gekommen waren, betonten Johannes und Katharina Wolter die wichtige regionale Anbindung an die Berufsbildenden Schulen. Die Hauptaufgabe der Genossenschaft ist begründet durch ihre Funktion als Treuhandstelle für Dauergrabpflege. Johannes Wolter leistet über den Beruf hinaus, in der Genossenschaft wichtige ehrenamtliche Arbeit. 

„Die Arbeit als Friedhofsgärtner ist körperlich schwer und fordert den Beschäftigten viel ab. Bereits jetzt gibt es regional Schwierigkeiten, geeignete Nachwuchskräfte auszubilden und das, obwohl in der Region deutlicher Bedarf an Ausbildungsplätzen gegeben ist. Ich
glaube, dass der Beruf durchaus Zukunft hat, weil die klassische Form der Bestattung auf einem Friedhof weiterhin fest zu unserem Kulturgut gehören wird“, so der heimische Bundestagsabgeordnete Michael Groß.

Friedhof 1 kamera

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pfeil nach rechts Text und Fotos: Deutscher Bundestag