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Die Hauptthemen der gut besuchten Wintertagung des Verbandes Rheinischer Baumschulen waren aktuelle Schadbilder an Gehölzen, Quarantäneschädlinge, die aktuelle Entwicklung bei Herbiziden und der Unkrautbekämpfung, die Veränderungen im Handel und die Forderungen des Berufsnachwuchses an die Branche.

Der Vorsitzende Lothar Dahs konnte Michelle Helle vom MKUNLV, Franz-Josef Schockemöhle, stellvertretender Direktor der Landwirtschaftskammer NRW, Helmut Selders, Präsident des Bund deutscher Baumschulen, Helmut Rüskamp, Vizepräsident des Landesverbandes Gartenbau Nordrhein-Westfalen e.V., Hetty Croijmanns, stellvertretende Vorsitzende des Baumschulverbandes der Niederlande begrüßen.
Franz-Josef Schockemöhle, stellvertretende Kammerdirektor und Helmut Selders, Präsident des Bund deutscher Baumschulen richteten kurze Grußworte an die Teilnehmer der Tagung.
Der Vorsitzende Lothar Dahs und weitere Vorstandsmitglieder berichteten umfangreich über die Arbeit des Verbandes Rheinischer Baumschulen und die diesjährige Wintertagung des BdB in Goslar. Ergänzt wurden die Ausführungen von Verbandsdirektor Günter Bayer über die Aufzeichnungspflichten zum Mindestlohn, die Gewinnglättung der Einkommenssteuer für den Zeitraum 2014 – 2022, die Neuregelungen im Kassengesetz und den Investitionsabzugsbetrag.
Erstmals präsentiert wurde den Mitgliedern auch die neue Berufskleidung des BdB, die über die BAMAKA AG bezogen werden kann.
Die Mitglieder beschlossen die Auflösung der regionalen Vertrauenskreise des VRB. Die BdB-Mitgliedervertreter für den Zeitraum 2017/2018 wurden festgelegt. Andreas Plum, Heinsberg, wurde zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Harald Hallen, Mönchengladbach und Christoph Hau, Bornheim wurden in ihren Ämtern als Beisitzer bestätigt. Neu gewählt wurde als Beisitzer Felix Klein-Bösing, Hünxe.
„Neue Baumschulgärtner braucht das Land“ unter diesem Thema haben die künftigen Meister und Techniker vom Bildungszentrum Gartenbau Essen, ihre Erwartungshaltung an die Baumschulwirtschaft formuliert. Im Vordergrund standen hierbei Vertrauen, eine entsprechende Einarbeitung in die jeweilige Position und die klare Zuordnung von Kompetenzen und Verantwortungen. Die oft diskutierte Worklife-Balance war kein besonderes Thema. Sie wird wohl schlichtweg vorausgesetzt.
Dr. Monika Heupel und Gerhard Renker vom Pflanzenschutzdienst Bonn haben die aktuellen Schadbilder an Gehölzen vorgestellt und aus aktuellem Anlass umfangreich zur Quarantäneproblematik informiert. Die Betriebe sind aufgefordert hier besonders wachsam zu sein, eng mit dem Pflanzenschutzdienst zusammen zu arbeiten und nach Möglichkeit importierte Ware nicht mit der Eigenproduktion zu vermischen.
Abgerundet wurde das Thema Pflanzenschutz durch einen Vortrag von Dr. Heinrich Lösung vom Versuchs- und Beratungsring Schleswig-Holstein, der über aktuelle Entwicklungen im Herbizideinsatz und aktuellen Formen der Unkrautbekämpfung umfangreich informierte.
„Handel im Wandel – Was erwartet der Verbraucher“ war das Thema für Rupert Fey, beyond flora. Er machte den Teilnehmern die rasanten Veränderungen im Verbrauchermarkt deutlich. Die Baumschulen müssen sich auf allen Handelsebenen auf die fortschreitende Digitalisierung einrichten. Die neuen Medien müssen zur Kommunikation mit dem Kunden auch im stationären Handel genutzt werden und nicht nur im Internethandel.
Traditionell endet die Wintertagung des Verbandes Rheinischer Baumschulen mit der Präsentation eines Mitgliedsbetriebes. Benjamin Menke, Wachberg, präsentierte seine Baumschule, die auf die Produktion von Vinca (Jungpflanzen und Fertigware), Ilex, Buxus, Choisya und Syringa spezialisiert ist. Der Betrieb baut vier eigene Vinca-Sorten an, die vom Betriebsgründer Herbert Menke, dem Vater von Benjamin, gezüchtet worden sind.


VRB 01 kamera

pfeil nach rechts (V.l.n.r.) Felix Klein-Bösing, Hünxe, Andreas Plum, Heinsberg,  Harald Hallen, Mönchengladbach, Christoph Hau, Bornheim, Helmut Selders, Präsident BdB und Lothar Dahs, Vorsitzender, VRB.

 

VRB 02 kamera

pfeil nach rechts Die künftigen Meister und Techniker vom Bildungszentrum Gartenbau Essen, formulierten klar und deutlich ihre Erwartungshaltung an die Baumschulwirtschaft.