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Als Bonner kenne er selbstverständlich die Baumschule Ley in Meckenheim, erklärte Alexander Graf Lambsdorff, Vizepräsident und Mitglied des Europäischen Parlaments, bei seinem Besuch am Donnerstag, den 2. März.

Lambsdorff war auf Einladung des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG) zusammen mit dem Landesverband Gartenbau Nordrhein-Westfalen e.V. und dem Verband Rheinischer Baumschulen (VRB) nach Meckenheim gekommen. Bei seinem Rundgang durch die Betriebsstätten und vor allem durch die Baumschulquartiere rund um Meckenheim haben Geschäftsführerin Marita Ley, Produktionsleiter Christoph Dirksen, die Präsidentin des Landesverbandes Gartenbau Nordrhein-Westfalen, Eva Kähler-Theuerkauf und Verbandsdirektor Günter Bayer den Politiker begleitet.

Besonders beeindruckt sei er vom Geschäftsmodell bei Alleebäumen, das auf Märkte abziele, die es erst in Jahrzehnten geben werde, erklärte der Politiker. Dass es demnächst acht neue Auszubildende in dem Meckenheimer Unternehmen geben wird, wertete er als Zeichen für dessen Attraktivität. Die besonderen Vorschriften zu gebietsheimischen Gehölzen nach dem Bundesnaturschutzgesetz nannte Graf Lambsdorff das Gegenteil von einem europäischen Markt. Christoph Dirksen, Produktionsleiter in der Baumschule Ley, sprach die Notwendigkeit eines Risikofonds für Betriebe beim Auftreten von Quarantäneschädlingen an. Hier sieht Graf Lambsdorff die Europapolitiker in der Pflicht, einen solchen Fonds einzurichten.

Beim anschließenden Pressegespräch mit der Fach- und Lokalpresse wurden aktuelle Themen für den Gartenbau auf den Punkt gebracht. Am Ende wurden drei Wünsche der Branchenvertreter in Richtung Politik formuliert: „Wir brauchen Pflanzenschutzmittel, auch chemische, denn der biologische Pflanzenschutz hat seine Grenzen. Bei der Zulassung solcher Mittel müssen wir weg von der emotionalen Debatte, wie sie rund um das Mittel Glyphosat geführt worden ist und zurück zu einer wissenschaftlichen Diskussion“, so formulierte Verbandsdirektor Bayer sein wichtigstes Anliegen. „Ich wünsche mir mehr Rückendeckung von der Politik, und dass wir uns nicht für gute und gewissenhafte Arbeit rechtfertigen müssen“, sagte Präsidentin Eva Kähler-Theuerkauf. Es handele sich zumeist um mittelständische Unternehmen, die das Rückgrat der Wirtschaft darstellen. Es führe zu einer Marktverzerrung, wenn Betriebe aus anderen Ländern unter leichteren Bedingungen produzieren dürften.

Darauf, wie hoch schon jetzt der bürokratische Aufwand sei, zum Beispiel für die Zertifizierung „GlobalGAP, die für den Weltmarkt erforderlich ist, wies der Produktionsleiter der Firma Ley, Christoph Dirksen, hin. So nahm Graf Lambsdorff die Stichworte Entbürokratisierung, rationale Diskussion um Pflanzenschutz sowie das gesellschaftliche Bild vom Gartenbauunternehmer für seine Arbeit mit. (LVG NRW/VRB)

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pfeil nach rechts (V.l.n.r.) Produktionsleiter Christoph Dirksen, Geschäftsführerin Marita Ley, Präsidentin des Landesverbandes Gartenbau Nordrhein-Westfalen, Eva Kähler-Theuerkauf und Alexander Graf Lambsdorff, Vizepräsident und Mitglied des Europäischen Parlaments

 

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pfeil nach rechts (V.l.n.r.) Für Alexander Graf Lambsdorff gab es viele interessante Informationen zum Gartenbau in NRW, Christoph Dirksen, Marita Ley sowie Eva Kähler-Theuerkauf brachten die wichtigen Themen für die Branche auf den Punkt

 

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pfeil nach rechts Eindrucksvoll waren die Maschinenvorführungen für den Politiker. Dabei konnten die anwesenden Gartenbauvertreter über die Anzucht der Gehölze, die Baumschulbranche und den Gartenbau in Nordrhein-Westfalen informieren. 

 

Fotos: Fischer