Die Vorbereitungen für die Landesgartenschau 2026 in Neuss nehmen weiter Fahrt auf: Der Baumschulverband Nordrhein-Westfalen hat die ersten Bäume auf dem Ausstellungsgelände gepflanzt. Durch die frühzeitige Pflanzung haben die Bäume ausreichend Zeit, um anzuwachsen und Besuchern der Landesgartenschau ein optimales Gartenschau-Erlebnis zu bieten.

Die Baumschulen präsentieren auf der Landesgartenschau, wie die Zukunft des urbanen Grüns aussehen kann. In mehreren Mikrowäldern wachsen hier klimaresiliente Bäume heran – darunter der Eisenholzbaum (Parrotia persica), die Silberlinde (Tilia tomentosa) und als besonderes Highlight der Baum des Jahres 2024, die Roteiche (Quercus rubra). Der Baumschulverband NRW legt mit seinem Ausstellungsbeitrag einen besonderen Fokus auf diese sogenannte Zukunftsbäume, die sich durch hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Klimaveränderungen auszeichnen.

„Mit den gepflanzten Bäumen setzen wir einen wichtigen Meilenstein für die Gestaltung unseres Gartenschaugeländes. Sie werden nicht nur Schatten spenden, sondern auch zum Verweilen einladen und somit die Atmosphäre der Landesgartenschau in Neuss enorm bereichern“, erklärt Reiner Breuer, Bürgermeister der Stadt Neuss.

„Mit unserem Beitrag möchten wir zeigen, welche Pflanzen besonders zukunftsfähig sind und wie sie in privaten und öffentlichen Gärten sinnvoll eingesetzt werden können. Gleichzeitig wollen wir den Besuchern praktische Anregungen geben, um mehr Bewusstsein für die Bedeutung von Bäumen und Gehölzen zu schaffen“, so Christoph Dirksen, Vorsitzender des Baumschulverbands NRW. Erfahrungsgemäß ist die Beratungsnachfrage von Gartenschaubesuchern hoch. Sie interessieren sich nicht nur für verschiedene Pflanzenarten und deren Verwendung, sondern auch für Themen wie Gehölzschnitt und Bewässerung. Die Ausstellung auf der Landesgartenschau wird daher praxisnahe Informationen und Inspirationen bieten. Großbäume, schattenspendende Dachplatanen und weitere Gehölzarten sollen den Besuchern die Vielfalt und Bedeutung von Gehölzen für nachhaltige Stadtgestaltung und Gartenkultur näherbringen.

„Wir freuen uns, dass der Baumschulverband NRW bereits jetzt mit der Bepflanzung begonnen hat. So können die Pflanzen sich optimal entwickeln und wir können unseren Gästen im Jahr 2026 eine eindrucksvolle grüne Kulisse bieten“, betont Annette Nothnagel, Geschäftsführerin der Landesgartenschau Neuss 2026 GmbH.

Baumschulen setzen auf Zukunftsbäume und grüne Vielfalt

Der gemeinsame Ausstellungsteil von Baumschulen und Zierpflanzengärtnern umfasst eine Fläche von über 1.500 Quadratmetern. Insgesamt fast 1.000 Heckenpflanzen und über 100 Bäume verpflanzt der Baumschulverband in zwei Tagen – fünf LKW-Ladungen voll. Neben den Zukunftsbäumen erwartet die Besucher ein weiteres grünes Konzept: großflächige Heckenpflanzungen sollen die Vorteile lebendiger Gartengrenzen wieder ins Bewusstsein rücken. Während Stabgitterzäune mit Kunststoffelementen keinerlei ökologischen Mehrwert bieten, sind Hecken ein wertvoller Lebensraum für Insekten und Vögel. Ein besonderes Highlight ist die rotblättrige, dunkelrosa blühende Zierapfelhecke, die mit ihrer Blütenpracht die gesamte Rückwand der Baumschulfläche in Szene setzt. Für eine natürliche Wohlfühlatmosphäre sorgen zudem schattenspendende Dachbäume: Unter den ausladenden Kronen der Platanen (Platanus hispanica) finden Besucher an heißen Tagen angenehme Kühle. Auch weitere attraktive Gehölze wie der Feldahorn oder elegante Säulenzierkirschen machen Lust auf mehr Grün im eigenen Garten.

Über den Verband:

Der Baumschulverband Nordrhein-Westfalen vertritt die Interessen von rund 120 Baumschulbetrieben. Der Verband setzt sich für die Förderung und Weiterentwicklung der Branche ein und bietet seinen Mitgliedern regelmäßig Veranstaltungen und Schulungen zu aktuellen Themen an.

Bildunterschrift:

Jan Sommer, Annette Nothnagel, Christin Haack, Christoph Dirksen und Reiner Breuer (v. l.) pflanzten einen Rotahorn (Acer rubrum) als einen der ersten Bäume auf dem Gelände des Baumschulbeitrags