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Die gerade zu Ende gegangene Landesgartenschau in Kamp-Lintfort zeigt, dass Gartenschauen für Bürger und Besucher der Gartenschaustädte, für die ausrichtenden Kommunen, für die Regionen und für das Bundesland vielfältige positive Effekte haben. Dabei lassen sich Gartenschauen nicht alleine an Besucherzahlen oder am wirtschaftlichen Erfolg messen, sondern an ihren nachhaltigen Wirkungen im sozialen, ökonomischen und ökologischen Bereich. Gartenschauen machen die Städte grüner, bringen neue Erholungsflächen und steigern so die Lebensqualität der Menschen“, so Eva Kähler-Theuerkauf, Präsidentin des Landesverbands Gartenbau NRW.       

 

Positive Resonanz der Besucher

Insgesamt zieht der Landesverband Gartenbau NRW eine positive Bilanz. Der Ausstellungsbeitrag der Friedhofsgärtner zog besonders durch die kreative Vielfalt bei den unterschiedlichen Gestaltungen von Familien- und Einzelgräbern viele Gartenschaubesucher an. Manch ein Besucher brachte seine Faszination insbesondere beim Anblick der Gestaltungs­möglichkeiten eines einen Quadratmeter großen Urnenwahlgrabes zum Ausdruck oder auch über die dichten, grünen Teppiche der Bodendecker-Bepflanzung, was oft zum Abtasten der Pflanzen führte, um sich über deren Echtheit zu vergewissern. Auch der Ausstellungsbeitrag der Bauschulen NRW mit praktischen Pflanzideen für den Garten fand bei den Besuchern großen Anklang und zeigt das steigende Interesse an Blumen und Pflanzen auf. Aber auch der enorme Beratungsbedarf wurde deutlich. Wann muss ich was und wie schneiden, welche Pflanzen passen an welchen Standort und was gibt es für Bewässerungstechniken, waren häufig gestellte Fragen. Auch die Zukunftsbäume, die gut mit Hitze und Frost zu Recht kommen, stießen auf großes Interesse. 

 

Förderung grüner Infrastruktur existenziell wichtig

 

Grüne Infrastruktur gehört zu den wichtigsten Elementen kommunaler Daseinsvorsorge. Allerdings müssen die Kommunen infolge der Corona-Pandemie und der notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung mit einem drastischen Rückgang ihrer Steuereinnahmen rechnen. Ihnen bleibt so nur noch wenig Spielraum, um die dringend erforderlichen Grünmaßnahmen umzusetzen. Vor diesem Hintergrund sind die Länder gefragt, für eine klimagerechte Stadtentwicklung wirksame und umfassende Investitionen in Grüne Infrastruktur anzustoßen. „Die Pandemie und die Folgen des Klimawandels stellen hohe Anforderungen an die Politik, die es zu meistern gilt. Es wird ein Kraftakt werden, für die nächsten Generationen lebenswerte Städte und Gemeinden zu erhalten und weiterzuentwickeln. Wir Gärtner sind uns dabei unserer Verantwortung für den Klima- und Umweltschutz bewusst und werden auch in Zukunft mit den Gartenschauen unseren Beitrag für die Entwicklung neuer grüner Oasen leisten,“ so Eva Kähler-Theuerkauf.  


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